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Gold Einflussfaktoren

Welche Goldeinflussfaktoren existieren?


Neben den weltweiten Goldfördermengen und den zukünftigen Goldreserven werden nun in der Abbildung die Goldreserven der Länder, also die Anteile des bereits geförderten Goldes dargestellt. Etwa 30.000 Tonnen (entspricht ca. 18 % des weltweiten Goldbarrenbestandes) Gold werden in Banken aufbewahrt und sind im Besitz von Ländern und Institutionen. Allein die USA haben Goldreserven in Höhe von 8133,50 Tonnen, welche 78% der US-Währungsreserven entspricht. Neben den USA haben Deutschland, der IWF, Frankreich und Italien enorme Goldreserven. Auch Institutionen, wie der Internationale Währungsfonds oder die Europäische Zentralbank besitzen nicht zu vernachlässigende Goldreserven. Die Entwicklung der Goldhaltung geht aber tendenziell in Richtung Asien und dort besonders China und Indien. Der gleiche Trend ist auch in den arabischen Staaten zu erkennen und wird sich in der Zukunft wohl noch deutlich verstärken. Die jemals geförderte Goldmenge entspricht etwa 145.000 Tonnen. Die größten Goldbestände befinden sich jedoch in privaten Händen. Es wird geschätzt, dass sich z.B. in Indien etwa 13.000 Tonnen Gold in Privatbesitz befinden. Etwa 70% des Goldes werden durch Juweliere verarbeitet. 13% benötigt die Industrie und Medizin zur Weiterverarbeitung und 11% werden als Münzen oder Barren durch Banken und Privatanleger für monetäre Zwecke gehalten. Interessanterweise gab es schon in den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts Theorien, welche vermuteten, dass die US-Goldreserven aufgrund des teuren Vietnamkriegs verkauft wurden. Diese Verschwörungstheorien werden heute jedoch nicht mehr ernst genommen. Matt Graydon vom World Gold Council, dem Branchenverband der Goldindustrie, sieht keinen Grund die aktuellen Zahlen des IWF anzuzweifeln und macht damit deutlich das die nominellen Goldreserven den Zahlen des IWF entsprechen würden. Problematisch sind hier jedoch vielmehr die Leasing- und Swapgeschäfte der Zentralbanken, in denen die Zentralbanken Gold an private Banken ausgeliehen haben. Dies sieht auch Matt Graydon skeptisch „Es stimmt tatsächlich, dass Leasinggeschäfte der Zentralbanken ein wichtiger Faktor sind“ und macht deutlich das die Leasinggeschäfte der Zentralbanken in den letzten Jahren deutlich an Umfang gewonnen hätten. Eine Studie der Londoner Firma Chevreux.com zu folge dürften die realen Goldbeständer der Länder um 10000-15000 Tonnen kleiner sein als die nominalen 30000 Tonnen. Problematisch werden diese Art von Goldleasinggeschäften, wenn die Zentralbanken das geleaste Gold wieder einfordern wöllten. Trotz Terminkontrakten mit Goldproduzenten und Spekulanten befindet sich der private Markt in einer enormen Baisseposition gegenüber den Zentralbanken. Die Konsequenz daraus wären massive Preissteigerungen, wenn die Zentralbanken das geleaste Gold einfordern würden.


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